Dabeisein

Dabei sein ist alles

– das gilt für diejenigen, die einfach nur gutes und frisches Gemüse möchten ebenso wie für Mitglieder, die Spaß an der gemeinsamen Arbeit auf dem Feld haben. Mitarbeit ist willkommen, aber freiwillig. Wer mag, kann sich jederzeit auf dem Acker oder im Tunnel nützlich machen, für wenige Stunden, für einen Nachmittag – nach Lust und Laune. Manche beschränken sich auch auf die Teilnahme an den Pausen 🤣

Wer kann mitmachen?

Alle Menschen, denen eine nachhaltige Landwirtschaft am Herzen liegt und die sich auf ein Jahr festlegen, können dabei sein. Start des jeweils neuen Anbaujahres ist der April, wenn das Lagergemüse langsam zu Ende geht und das frische Grün den Neustart anzeigt. Die Planung beginnt natürlich früher, da Saatgut bestellt und Pflanzen vorgezogen werden müssen. Daher gibt es zuvor eine Bieterrunde, in der festgestellt wird, für wieviele Anteile angebaut werden soll.

Wie läuft eine Bieterrunde ?

Im Gegensatz zu einer Gemüsekiste mit festgelegter Menge und festgelegtem Preis, zahlen die Mitglieder unserer Solawi anteilig die Anbaukosten und erhalten dafür ihren Anteil an der Gesamternte. „Solawist*innen“ bezahlen nicht Gemüse nach Kilopreis, sondern den Anbau.

In der Bieterrunde benennen die Mitglieder der Solawi, mit welchem Beitrag sie sich an den Anbaukosten beteiligen können. Auf Grundlage des benötigten Budgets wird ein Richtpreis ermittelt, an dem sich die Mitglieder mit ihrem Gebot orientieren. Die Solawist*innen bieten dann – anonym- nach ihren finanziellen Möglichkeiten.

Kommt das Budget dabei nicht zusammen, werden weitere Runden gemacht. Wer über viel Geld verfügt, kann mehr als den Richtwert bieten und so dazu beitragen, dass auch Menschen mitmachen können, die sehr wenig Geld zur Verfügung haben und trotzdem eine nachhaltige Landwirtschaft unterstützen möchten.

Eine Solawi ist also bestenfalls nicht nur solidarisch gegenüber dem Anbaubetrieb, sondern auch gegenüber den Mitsolawist*innen. Der Richtwert für das Jahr 2023/24 lag bei 105,- Euro auf den Monatsbetrag umgerechnet. Wenn jemand gleich den Jahresbeitrag überweisen kann, ist das hilfreich für Saatgutbestellung und Pflanzeneinkauf.

Habe ich Verpflichtungen?

Nein. In der Solawi Donstorf gibt es keine Verpflichtung zur Mitarbeit. Einige Mitglieder haben Spaß an der gemeinsamen Arbeit auf dem Feld, andere möchten etwas über Gemüseanbau lernen. Auch die kleine Foodcoop, in der Mitglieder gemeinsam im Biogroßhandel bestellen, ist eine Initiative, in der Mithilfe möglich ist. Freitags, am Ernte- und Abholtag, gibt es eine Kaffeetafel, für die einige Mitglieder abwechselnd backen. Doch all das ist freiwillig – einige Mitglieder holen Freitags lediglich ihr Gemüse ab und bleiben vielleicht auf einen Kaffee, wenn ihre Zeit es zulässt.

Geteilte Freuden – Mit -Verantwortung 🤗

Als Solawist*innen teilen wir die Risiken und Freuden des Gemüseanbaus. Sind die Bedingungen günstig, haben wir
Ernteüberschüsse und tauschen Rezepte zum Verarbeiten und Konservieren, um die Gemüseschwemme zu verwerten. Gibt es Probleme mit Krankheiten, zuviel oder zuwenig Regen oder zu viele „Mitesser“ auf dem Acker, können auch mal Kulturen leiden oder im schlimmsten Fall sogar ausfallen – auch daran tragen wir unseren Anteil – wie im eigenen Garten.