In der Solidarischen Landwirtschaft hat das einzelne Gemüse keinen Preis mehr, der Anbauer ist befreit von den Eskapaden des Marktes und die Mitglieder der Solidarischen Landwirtschaft befassen sich ebenfalls nur einmal im Jahr mit den Kosten ihrer Gemüseversorgung.
Übers Jahr werden mehr als 60 Gemüsesorten angebaut, so dass es immer Abwechslung auf dem Teller gibt. Auch für den Anbau ist ein breiter Sortenfächer sinnvoll, da Probleme mit Wetter und Schädlingen nicht alle Pflanzen gleich stark treffen und auf diese Weise immer Kulturen unbeeinträchtigt bleiben.
Wöchentlich werden Ernteanteile ausgegeben, jede Ausgabe umfasst eine Wochenration Gemüse für mindestens 2 Personen. Im Sommer gibt es dazu Schnittblumen zum Selbstschneiden, im Winter Sauerkraut und Walnüsse und sobald das Wetter offen ist, wird das Lagergemüse durch frisch geernteten Grün- oder Schwarzkohl, Porree, Rosenkohl und Wintersalate ergänzt.
Für Neueinsteiger:innen ist es gelegentlich eine Umstellung, den Winter mit saisonalem einheimischen Gemüse zu bestreiten. Aber unsere Erfahrung hat gezeigt, dass es oftmals eine Frage der Zubereitung ist, ob ein Gemüse in die Kategorie Lieblingsessen aufsteigen darf. Ohnehin schmeckt am besten, was gerade Saison hat und der tolle Eigengeschmack des Gemüses macht komplizierte Rezepte überflüssig. Nicht zuletzt wollen wir, dass unsere Kinder Geschmacksvielfalt kennen lernen, denn gute Ernährung beginnt im Kindesalter.


