Dabeisein

Wie und ab wann kann ich mitmachen?

Du liebst leckeres und frisches Gemüse, dir liegt eine nachhaltige Landwirtschaft am Herzen und du möchtest mindestens ein Jahr lang Teil eines fortschrittlichen ökologischen Projektes sein – dann bist du hier richtig. Einsteigen kannst du zum Beginn des jeweils neuen Anbaujahres. Das ist der April, wenn das Lagergemüse langsam zu Ende geht und das frische Grün den Neustart anzeigt. Die Planung beginnt natürlich früher, da Saatgut bestellt und Pflanzen vorgezogen werden müssen. Daher gibt es zuvor eine Bieterrunde, in der festgestellt wird, für wieviele Anteile angebaut werden sollen.

Wie läuft eine Bieterrunde ?

Im Unterschied zu einer Gemüsekiste kaufen Mitglieder einer Solawi nicht zu einem Kilopreis das geerntete Gemüse, sondern sie finanzieren mit einem selbst gewählten Beitrag (Gebot) dessen Anbau. Im Gegenzug erhalten sie wöchentlich ihren Anteil von der Ernte.

In der Bieterrunde benennen die Mitglieder der Solawi, mit welchem Beitrag sie sich an den Anbaukosten beteiligen können. Orientierung für die Höhe des Betrags gibt der so genannte Richtwert, der sich aus dem benötigten Budget und der Anzahl der Teilnehmenden errechnet. Er lag für das Jahr 2025/26 bei 105,- Euro (umgerechnet auf den Monatsbeitrag). Die Solawist:innen „bieten“ dann – anonym – nach ihren finanziellen Möglichkeiten.

Kommt das Budget in der ersten Runde nicht zusammen, werden weitere Runden gemacht. Wer über viel Geld verfügt, kann mehr als den Richtwert bieten und so dazu beitragen, dass auch Menschen mitmachen können, die strenger rechnen müssen und trotzdem eine nachhaltige Landwirtschaft unterstützen möchten.

Eine Solawi ist also bestenfalls nicht nur solidarisch gegenüber dem Anbaubetrieb, sondern auch gegenüber den Mitsolawist:innen. Wenn jemand gleich den Jahresbeitrag überweisen kann, ist auch das hilfreich für Saatgutbestellung und Pflanzeneinkauf, die ja vor allem zu Beginn der Saison getätigt werden müssen.

Habe ich Verpflichtungen?

Nein. In der Solawi Donstorf gibt es keine Verpflichtung zur Mitarbeit. Einige Mitglieder haben Spaß an der gemeinsamen Arbeit auf dem Feld, andere möchten etwas über Gemüseanbau lernen. Auch die kleine Foodcoop, in der Mitglieder gemeinsam im Biogroßhandel bestellen, ist eine Initiative, in der Mithilfe möglich ist. Freitags, am Ernte- und Abholtag, gibt es eine Kaffeetafel, für die einige Mitglieder abwechselnd backen. Doch all das ist freiwillig – einige Mitglieder holen Freitags lediglich ihr Gemüse ab und bleiben vielleicht auf einen Kaffee, wenn ihre Zeit es zulässt.

Geteilte Freuden – Mit -Verantwortung 🤗

Als Solawist*innen teilen wir die Risiken und Freuden des Gemüseanbaus. Sind die Bedingungen günstig, haben wir
Ernteüberschüsse und tauschen Rezepte zum Verarbeiten und Konservieren, um die Gemüseschwemme zu verwerten. Gibt es Probleme mit Krankheiten, zuviel oder zuwenig Regen oder zu viele „Mitesser“ auf dem Acker, können auch mal Kulturen leiden oder im schlimmsten Fall sogar ausfallen – auch daran tragen wir unseren Anteil – wie im eigenen Garten.